Low carb Methoden
Schon vor einigen Jahren haben Ernährungsempfehlungen nach Dr. Atkins für Aufsehen gesorgt. Ganz gegen den damals vorherrschenden Trend der massiven Fettreduktion hat die Atkins-Diät jegliches Fett erlaubt, aber die Kohlenhydrate aus dem Essen weitgehend verbannt. Sehr bald wurde es aber wieder ruhig um diese Diätform.
Seit 2 oder 3 Jahren aber kommen diese "low carb" Methoden wieder in Mode. Grundlage ist die Erkenntnis, dass Insulin als das Steuerhormon für den Kohlenhydratstoffwechsel auch massiv die Fetteinlagerungen begünstigt. Das Wort "Insulinmast" wurde geprägt.
Ferner erkannte man, dass starke Schwankungen im Blutzucker auch für immer wiederkehrende Hungeranfälle verantwortlich sind. Begriffe wie "glykämischer Index" oder "glykämische Last" eroberten die Diätseiten diverser Zeitungen. Plötzlich waren Kartoffeln, Nudeln, Weißbrot, Puddings, Reis und Pralinen die eigentlichen Dickmacher. Einzelne Diätempfehlungen gehen sogar so weit, ein Leben ohne Nudeln und Brot zu empfehlen, will man dauerhaft schlank bleiben. Die bisher geltende Ernährungspyramide wurde umgekrempelt und fast auf den Kopf gestellt.
Die Vorteile von "low carb":
- schnelle Anfangserfolge
- rasante Gewichtsverluste
- einfach und ohne große Hilfen in die Praxis umsetzbar
Die Nachteile von "low carb"
- langfristig keine Akzeptanz
- sehr einseitige Ernährung
- oft Heißhunger nach Kohlenhydraten
- gelegentlich drastische Leistungseinbußen
- Stoffwechsel läuft längerfristig in ungesunde Bahnen
Zusammenfassung: Die radikale Einschränkung von Kohlenhydraten ist in der Praxis nur schwer durchführbar. Low Carb-Diäten erfordern gutes Wissen über Lebensmittel und sind relativ teuer.
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